Mein Krampf # Highlights vom StrongmanWalk

Da hatte ich letztes Jahr schon großkotzig angekündigt wieder am StrongmanRun am Nürburgring teilzunehmen und auch noch mit einer gewünschten Zielzeit von 2:30:00 abzuschließen und dann sowas. Anders als „Mein Krampf“ oder „StrongmanWalk“ lässt sich das nicht betiteln, aber am Resultat bin ich selber schuld.

Nach dem Wings for Life Lauf und der falschen Sockenwahl fiel eine Woche Training aus und wenn man dann ausgerechnet drei Tage vorher meint konsequent sein zu müssen, da man nicht auf das Ganzkörpertraining verzichten will, dann darf ich mir auch ruhig Spott und Häme von meinen Freunden anhören. Selbst mit extrem reduziertem Gewicht, NEIN NEIN NEIN.

Ansonsten lief es eigentlich ganz gut, ideale Wetterbedingungen vor Ort am Nürburgring, der gewohnte Massenstart mit den zehn Minuten Wartezeit bis zur Überquerung der Startlinie und eine bessere Route auf den ersten Kilometern bis zu Hindernis Nr. 1 während man im letzten Jahr mit den Schleifen über die Treppen eher Stau provozierte. Die Wartezeit war akzeptabel, bietet aber noch Verbesserungspotential. Vom Schwierigkeitsgrad war ich etwas enttäuscht, zumindest hatte ich das Gefühl, dass die Hindernisse beim letzten Lauf mehr Kraft kosteten und auch die Länge der einzelnen besser war.

Aber für mich hat es absolut gereicht! An Hindernis 9, bei welchem man sich über Baumstämme gespickt mit Autoreifen stemmen durfte, was ich sehr gerne voller Elan aus den Beinen mache, war gefühlt Feierabend für mich. Sieht man auch schön im Video ab 10:40, speziell beim letzten Baumstamm mit drei Anläufen. Danach meldete sich immer wieder der Krampf in beiden Waden, aber Aufgeben am Arsch, dauert dann einfach etwas länger. Am Ende standen dann 3:17:12 bei 24,4 km auf dem Zettel und da das einfach nicht reicht, ging es einen Tag später im Rahmen des Vivawest Marathons beim WAZ City Lauf in Essen noch auf die kurze Strecke mit 7,5 km in 39:45, ohne Krampf!

Apropos Video! Ich habe endlich mal meine GoPro für sinnvolle Dinge gequält, leider bin ich vom Resultat etwas enttäuscht. Verwendet hatte ich den GoPro Brustgurt, aber vielleicht saß dieser etwas zu locker, auf jeden Fall hat man sehr sehr zu zu viel Bewegung im Oberkörper und das Videomaterial ist für Leute mit Seekrankheit nicht zu gebrauchen. Zumindest habe ich versucht eine anschließende Stabilisierung durchzuführen, aber gerade bei den ersten Metern nach dem Start geht dabei einiges an Qualität verloren. Grundsätzlich muss man aber sagen, dass die GoPro 4 Black absolut geile Bilder macht. Speziell die Standbilder aus den Videos (1080p60fps) sind der Wahnsinn!

Einzig der Akku sorgt für Probleme. Die erste Runde ging bei mir knapp 1:30:00 und vor dem Start habe ich vielleicht zehn Minuten gefilmt. Ich habe auch nicht permanent aufgenommen, sondern hauptsächlich die Hindernisse und kurz vor dem letzten hat die Kamera schlapp gemacht. Ich hatte aber extra einen zweiten Akku in einem Ziplock-Beutel hinten in der Hose verstaut und so konnte ich auch noch ein paar Eindrücke von der zweiten Runde aufnehmen.

Beim nächsten Mal wird dann der GoPro Head Mount ausprobiert, auch wenn man damit absolut behindert aussieht, und das nächste Mal ist bereits im August beim StrongmanRun Ferropolis. Aber auch die grüne Hölle sieht mich wieder beim 10-jährigen Jubiläum des StrongmanRun am Nürburgring im nächsten Jahr.

eAk

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