Berlin, Berlin, Sven fährt nach Berlin – Tagebuch (Tag 1)

Wenn es einem persönlich nicht ganz so gut geht, dann tut ein Tapetenwechsel sicherlich gut. Mir kommen die knapp zwei Wochen bezüglich meiner SAP Zertifizierung, TAW12, genau richtig. Den letzten Kurs, ebenfalls zwei Wochen, hatte ich im eher beschaulichem Walldorf, aber man sollte zumindest einmal die SAP Zentrale dort gesehen haben. Doch dieses Mal geht es in die Hauptstadt.

Auch wenn ich mir das Datum nicht freiwillig ausgesucht habe, der Kurs beginnt nun einmal morgen. Daraufhin fielen einige hämische Worte  ich würde den bisher schönsten Tag des Jahres im Zug verbringen. Ich persönlich hatte damit jetzt kein großes Problem, die Ankunft im Hotel war für 15 Uhr geplant, also noch genug Zeit das Wetter zu genießen. Dementsprechend ging es aber auch schon relativ früh los, bereits um kurz nach 10 rollte der ICE aus Essen in Richtung Berlin.

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Als Unterkunft hatte ich mir das sehr zentral gelegene Monbijou ausgesucht. Es machte auf den Bildern im Internet auf jeden Fall einen netten Eindruck und auch vor Ort wurde ich nicht enttäuscht. Wenn man schon so lange außer Haus ist, dann soll man sich ja auch wohl fühlen. Die Zimmer sind klein, aber fein und das Hotel hat neben einem Restaurant und einer Bar auch einen kleinen Fitnessraum mit Sauna.

Spreeufer

Spreeufer

Kurz das Zimmer bezogen und dann auf, raus durch Berlin. Man verlässt das Hotel und steuert eigentlich direkt auf einen kleinen Park zu und bei dem schönen Wetter haben es sich dort auch viele Leute gemütlich gemacht. Das Ganze direkt an der Spree, gegenüber der alten Nationalgalerie. Ich bin geflasht. Ein paar Querstraßen weiter, am Berlin Dungeon vorbei, komme ich etwas ins Grübeln, denn die ganze Szenerie kommt mir bekannt vor.

AquaDom

AquaDom

Bereits 2007 war ich als Freelancer einen Monat in Berlin und jetzt stehe ich exakt dort, wo früher das Büro meines Auftraggebers war. Ich stehe vor dem DomAquarée. Ich lache, zumindest ums Essen muss ich mir keine Sorgen machen. Dort befindet sich auch das Radisson Blu und eben dort der AquaDom, das grösste zylindrische freistehende Aquarium der Welt. Mein Herz geht auf und ich bin ein bisschen verliebt.

Auch wenn ich die Gegend um den „Alex“ kenne, möchte ich mich noch ein wenig mit der Umgebung vertraut machen und suche das nächstgelegene McFit. Selbst zu Fuß ist alles relativ entspannt erreichbar, dennoch hatte ich mir schon vorab über Leihfahrräder Gedanken gemacht. McFit gefunden und direkt davor findet sich auch einer der zahlrreichen „Call a Bike„-Stände der Deutschen Bahn. Volltreffer. Bereits auf der Taxifahrt vom Bahnhof zum Hotel, hatte ich in nächster Nähe zum Hotel einen anderen Stand gesehen. Ich lese mich ein wenig in die Thematik ein und bereits 5 Minuten später sitze ich auf dem Drahtesel. Zum Hotel benötige ich eine knappe viertel Stunde, aber auch nur, weil ich nicht mehr genau wusste, wo ich das Fahrrad abstellen kann. Auf meinem iPhone checke ich den Preis, bisschen mehr als 1 €, damit kann man leben, das nächste Mal verfahre ich mich einfach nicht.

Die Rückgabestation befindet sich wieder direkt an der Spree, auf der anderen Seite des Parks. Auf dem Weg zum Hotel entdecke ich ein kleines Fußballfeld. Leider habe ich die falschen Klamotten an, aber das Hotel ist nur einen Steinwurf entfernt. Ich schreibe meiner Arbeitskollegin, dass ich wohl nicht mehr zurückkommen werde und wechsel mein Outfit.

Mini Cabrio von DriveNow

Mini Cabrio von DriveNow

Vor dem Hotel befindet sich auch schon das nächste Objekt meiner Begierde. Sollte das Wetter am nächsten Wochenende wieder so schön werden, dann werde ich mir für ein paar Stunden ein Mini Cabrio von DriveNow gönnen und die Gegend ein wenig unsicher machen.

Ich bin zurück am Fußballfeld und werde direkt integriert. Ich erlaube mir, aufgrund mangelnder Haftung der Schuhe, eine Bruchlandung auf dem Hintern und zerstöre mir ein bisschen die Handflächen, aber man lebt doch nur einmal. Wieder im Hotel probiere ich noch den Fitnessraum aus und lasse die Sauna vorheizen und während ich diese Worte in der Lounge am Kamin bei einem schönen Glas Weißwein schreibe, freue ich mich schon auf die nächsten Erfahrungen. Berlin, ick liebe dir.

Mein persönlicher Fail des Tages war übrigens, dass ich einige meiner Habseligkeiten im Zimmersafe verstaut habe, ohne vorher eine Kombination zu vergeben. Jetzt muss ich warten, bis der Kollege der Nachtschicht mir hilft.

Gute Nacht und liebe Grüße aus Berlin…

Monbijou Lounge

Monbijou Lounge

eAk

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